Mehr über mich

Schulzeit
Die habe ich heute noch. Es gibt nur zwei Personen, die meine Handschrift fehlerfrei lesen können: meine Frau und meine Sekretärin. 2. Bilanz meiner Lehrerin: „Du schreibst schöne Aufsätze, aber die sind so realistisch.
Kannst du nicht mal phantasievollere Geschichten schreiben?“ Das ist mir lange nachgegangen, denn meine Aufsätze waren frei erfunden. Trotzdem habe ich für Frau Brühn in der Pause gerne Zigaretten gekauft.
Sie rauchte Nil. Ich fand sie toll, obwohl sie gut 50 Jahre älter war als ich.
In Hagen hatte ich eine schöne Zeit. Erste Artikel für die Schülerzeitung „Lupe“, Pressearbeit für den TSV Hagen 1860, Mitarbeiter der Westfälischen Rundschau. Auch Brieffreundschaften haben meinen Horizont und das Schreibvermögen erweitert. Da gab es Richard in England, Tarja in Finnland, Noriko in Japan und Nada in Jugoslawien. Wir haben uns viel geschrieben. Und nach dem Abitur war klar: nix wie weg.
Mir war die Stadt zu eng. Schon mit so einer harmlosen Sache wie dem Berufswunsch eckte ich an.
Ich hatte „Professor“ angegeben. „Sagen sie doch Studienrat. Oder meinetwegen Oberstudienrat“, drängte mein Klassenlehrer. Und ich hatte immer gedacht, der Mensch soll Ziele haben.

Ein Blick auf Jugenheim
Ich bin dann weg, aber weit bin ich nicht gekommen, nur bis nach Mainz. Da habe ich Publizistik, Soziologie und Sport studiert und 1974 Examen gemacht. Und zwischendurch Geld verdient als Biertankreiniger, Bierfahrer, Paketverlader und Briefträger. Ich habe in einer Kunststoff-Fabrik so sympathische Dinge wie Liebesperlenflaschen, Autovasen und Heringseimer hergestellt, als Sportlehrer gejobbt, Artikel für die Mainzer Allgemeine Zeitung, Twen und die konkret geschrieben, für den Stern fotografiert und schließlich beim Südwestfunk angefangen. Hörfunk, Fernsehen und wieder Hörfunk. Features, Dokumentationen, aktuelle Berichte, Kommentare, Moderationen. Professor Berno Wischmann, der damalige Dekan des Sportinstituts, hatte mir schließlich an einem langen Abend nahegelegt, „was Richtiges“ zu werden. Professor bin ich nicht geworden, sondern Programmchef bei SWR4 Rheinland-Pfalz.
Ich bin verheiratet, habe ein Kind und lebe seit 1980 in Jugenheim, einem Weindorf in der schönen rheinhessischen Hügellandschaft.
Außerdem
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Preise
- Ernennung zum Ehrenkommissar durch den Mainzer Polizeipräsidenten Karl-Heinz Weber 2010
- Medienpreis 2006 der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlager
- Propst Reinhard Becker-Preis 1994
- Fachinger Kulturpreis 1988
- Herbert Quandt-Medienpreis 1987
